Foto: Thomas Langens
Grundschulkinder
befinden sich in einer wichtigen Entwicklungsphase, in der sie ihre sozialen Fähigkeiten, ihr Selbstbewusstsein und ihre Ausdrucksmöglichkeiten stark erweitern. Sie sind neugierig, bewegungsfreudig und lernen besonders gut durch spielerische und kreative Erfahrungen. Gleichzeitig bringen sie unterschiedliche Voraussetzungen mit: verschiedene Konzentrationsspannen, emotionale Bedürfnisse, Sprachstände und Erfahrungen im Miteinander.
Für die theaterpädagogische Arbeit bedeutet das, einen geschützten Raum zu schaffen, der sowohl Struktur als auch Freiraum bietet. Pädagogische Herausforderungen liegen darin, die Balance zwischen klaren Regeln und kreativem Experimentieren zu halten, alle Kinder einzubeziehen, mit heterogenen Gruppen umzugehen und individuelle Stärken sichtbar zu machen. Theater bietet hier besondere Chancen: Es fördert Empathie, Teamfähigkeit und Fantasie und ermöglicht Kindern, sich selbst und andere auf neue Weise zu entdecken.
Angebote für Kinder:
Formate
- Workshops
- Projekt- und Thementage
- Projektwochen
- Begleitung und Beratung
- Kinderclub
- Ferienprogramme
- Theaterbesuch mit Vor- und Nachbereitung
- Theaterführungen mit Blick hinter die Kulissen
- Mobile Theaterangebote
- Fels und Wasser
Spielformen
- Improvisation
- Rollenspiel
- Szenisches Spiel
- Erzähl- und Märchentheater
- Musik- und Tanztheater
- Objekttheater
- Bewegungstheater
- Zirkus & Akrobatik
- Pantomime & Clownerie
Zielgruppen
- Schulklassen
- Theater-AGs
- OGS
- Theatergruppen
- Pädagogische Teams
Beispielworkshops:
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Ob zum Schulbeginn, beim Übergang auf eine weiterführende Schule oder als neuer Impuls für eine bestehende Klasse: Theaterpädagogische Spielformen ermöglichen den Kindern, sich auf spielerische Weise „neu“ oder „anders“ kennenzulernen.
Gemeinsame Übungen stärken die Selbstwahrnehmung, das Gruppengefühl und einen wertschätzenden Umgang miteinander. So kann der Workshop zu einer positiven Klassendynamik und einem harmonischeren Schulalltag beitragen. Auch in Klassen, die schon länger zusammen sind, lassen sich festgefahrene Rollen und Strukturen spielerisch auflockern.
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Wie sehen wir die Dinge, die uns umgeben und wie gehen wir mit ihnen um? Dieser und anderen Fragen stellen wir uns in diesem Workshopformat. Es geht darum, uns mit dem Alltäglichen auseinander zu setzen und neue Perspektiven zu gewinnen, zu experimentieren und unsere Umwelt nach unseren Vorstellung veränderbar zu machen. In verschiedenen Übungen werden alltägliche Objekte und Gegenstände ganz neu und offen betrachtet und spielerisch zum Leben erweckt.
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Im Workshop wird gemeinsam Theater gespielt und mit viel Freude gearbeitet. Dabei geht es um typische Vorstellungen darüber, wie Mädchen und Jungen angeblich sein sollen – und darum, diese zu hinterfragen.
Durch Spiele, Bewegung und kreative Übungen werden verschiedene Rollen ausprobiert. In kleinen Gruppen entstehen eigene kurze Szenen, in denen Ideen entwickelt und neue Perspektiven gezeigt werden können.
Im Mittelpunkt steht die Erkenntnis, dass jeder Mensch unterschiedlich ist und genau darin eine Stärke liegt.
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Im ersten Teil des Workshops steht die spielerische Förderung zentraler Soft Skills wie Konzentration, Wahrnehmung, Achtsamkeit und Teamgeist im Fokus. Ergänzend werden Körper und Stimme durch kreative Übungen aktiviert und gestärkt.
Im zweiten Teil entwickeln die Teilnehmenden eigene kurze Theaterszenen zu Themen, die ihre Klasse aktuell bewegen. So entsteht ein direkter Bezug zu ihrer Lebenswelt und ein Raum für Ausdruck, Reflexion und Austausch.
Der Workshop arbeitet bewusst mit einfachen, praxisnahen Methoden, die sich ohne großen Aufwand in den Schulalltag integrieren lassen. Die Freude am Spiel schafft dabei einen motivierenden Zugang, der sowohl die individuelle Entwicklung als auch das soziale Miteinander in der Gruppe fördert.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der nachhaltigen Vermittlung: Das Konzept ist so aufgebaut, dass Lehrkräfte und Multiplikator*innen die theaterpädagogischen Ansätze eigenständig weiterführen und langfristig in ihren Unterricht bzw. ihre pädagogische Praxis integrieren können.
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Jede Klasse ist gewissermaßen auch ein Team, in dem jeder seine Position hat. Sind die Stürmer da wichtiger als das Mittelfeld? Welche Ziele verfolgt unser Team eigentlich? Jeder trägt seinen Teil der Verantwortung, damit das Team bestmöglich funktioniert. Dafür ist Selbstbewusstsein wichtig. Denn was kann ich für einen Beitrag leisten in einer Gemeinschaft, in der ich mich unwohl fühle? Gleichzeitig sind aber auch die anderen mit ihren Bedürfnissen da. Mit den Mitteln des Theaters und der Theaterpädagogik arbeiten wir gemeinsam an der Stärkung von persönlichen und sozialen Kompetenzen und damit an der nachhaltigen Verbesserung des Klassenklimas.
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Wie kriege ich es hin, dass alle hören, was ich zu sagen habe?
Ob auf der Theaterbühne, vor einer Gruppe oder einfach nur in der Klasse: Wichtig ist, dass dasGesprochene auch in der letzten Reihe verstanden wird. Dazu braucht es - neben der richtigen Sprechtechnik, auch, oder vielleicht vor allem - eine gehörige Portion Mut und Selbstbewusstsein!
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Jeder Ort erzählt eine Geschichte – man muss ihm nur zuhören.
In diesem Workshop machen wir genau das:
Wir erkunden einen Raum mit allen Sinnen, sehen, hören und riechen ihn, und verwandeln ihn dann Schritt für Schritt in eine Bühne. Über Impro-Spiele, Standbilder und Assoziationen entstehen Figuren, Konflikte und schließlich eine ganze Geschichte, die die Kinder und Jugendlichen selbst erzählen. Ohne Textbuch, ohne Vorkenntnisse – nur mit Neugier und Fantasie. -
„Tanz ist die verborgene Sprache der Seele“, sagt Martha Graham. In unserem Tanztheater Workshop versuchen wir uns dieser Sprache zu bedienen und so den Teilnehmenden einen persönlichen Ausdruck ihres Inneren zu ermöglichen. Es werden dabei die individuellen körperlichen Potentiale der Teilnehmenden genutzt. So treten sie in Kontakt mit Rhythmus, Klang und vor allem sich selbst. Die eigene kreative Schaffenskraft und der persönliche Prozess stehen im Vordergrund. Mal durch Choreographien, mal durch Improvisation, alleine oder in der Gruppe, begleitet durch Texte, durch Musik oder auch in Stille lernen die Teilnehmenden vom ersten Schritt bis zur getanzten Geschichte den Tanz auf der Bühne kennen.
Die individuellen Trainings- und Wissensstände der Teilnehmenden werden mit einbezogen und Neueinsteiger*innen werden ebenso wie Fortgeschrittene unterstützt.
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Der zeitgenössische Zirkus ist wohl eine der aufregendsten und kreativsten Spielformen, die es aktuell zu sehen gibt. Diesen kreativen Geist möchten wir in unserem Workshop mit auf die Bühne bringen. Dabei verbinden wir artistische Darbietung mit theatralen Erzählformen und bringen so die Themen der Teilnehmenden auf die Bühne.
Die Lernziele umfassen den kreativen Ausdruck, Trainings für die körperlichen Grundlagen und die verschiedenen Zirkustechniken, aber Methoden des darstellenden Spiels. Innerhalb des Lernprozesses sollen diese Aspekte nahtlos ineinander übergehen und so den Blick erweitern, wie scheinbar strikt getrennte Sicht- und Arbeitsweisen in Verbindung treten können und so etwas ganz Neues entstehen kann.